Akku Rasenmäher: Markengeräte Test/Vergleich 2022

Hobbygärtner mit Rasenmäher
Keine Abgase, weniger Lärm, minimale Wartung: Akkumäher bieten eine ganze Reihe Vorteile gegenüber benzinbetriebenen Geräten. Unser Vergleich bewertet einige der beliebtesten Akkumäher und liefert Ihnen die Testsieger der Fachmagazine.

Akku Rasenmäher sind auf dem Vormarsch. Die Unabhängigkeit von Steckdose und Kabel, ein abgasfreier Betrieb sowie eine geringe Lärmbelastung sind nur einige der Gründe, die für einen akkubetriebenen Mäher sprechen. Die vor allem in kleinen und mittleren Gärten beliebten Geräte haben mittlerweile in zahlreichen Praxistests ihre Stärken unter Beweis gestellt.

Neben der besseren Umweltverträglichkeit zeichnen sich Akku- gegenüber Benzinmähern zudem durch geringere Wartungskosten (Motoröl, Luftfilter) aus.

Auf die genauen Unterschiede gehen wir im Rahmen unseres Produktvergleichs näher ein und befassen uns auch mit den Vorteilen und Nachteilen der Akku-Technik. Weitere Fragen zum Thema beantworten wir innerhalb des FAQ-Abschnitts.

Ergänzend zum Vergleichsergebnis informiert Sie unsere Praxistest-Tabelle über die Testsieger der Stiftung Warentest sowie der Fachpresse. Zu ausgewählten Tests liefern wir eine Zusammenfassung, die u.a. eine Besprechung der Testergebnisse beinhaltet.

Einen gepflegten Rasen gibt es nicht umsonst. Wer Wert auf eine ansprechende Grünfläche legt, der muss diese regelmässig mähen und pflegen. Während bei sehr kleinen Rasenflächen in Stadtgärten oft schon ein Handmäher ausreicht, verlangen mittlere bis große Flächen den Einsatz eines motorisierten Gartengerätes.

Hier hat der Gartenfreund die Wahl zwischen einem traditionell benzinbetriebenen Mäher oder aber einem Gerät mit Elektromotor. Während Benzinmäher oft auf dem Land und entsprechend großen Rasenflächen häufig die erste Wahl sind, erfreuen sich elektrische Mäher vor allem in dichter besiedelten Gebieten mit überschaubarer Rasenfläche großer Beliebtheit.

In den letzten Jahren hat sich aufgrund der rasanten Entwicklung im Bereich der Akku-Technologie mit den Akkumähern einen weitere Alternative hinzugesellt, welche viele Vorteile dieser beiden Gerätegattungen vereint. Akku-Rasenmäher sind leicht, leise und abgasfrei wie ein Elektromäher und zugleich kabellos und unabhängig von der Steckdose wie es auch ein Benzin-Rasenmäher ist.

Gardena Akkumäher

Abgasfrei, leise und unabhängig von der Steckdose: Akku-Rasenmäher sind auf dem Vormarsch. Die kabellosen Mäher mit Elektromotor kommen in immer mehr Gärten bei der Rasenpflege zum Einsatz.

Die Technik hat allerdings auch ihren Preis. So liegt der Anschaffungspreis eines Akku-Rasenmähers in etwa auf den Niveau eines Mähers mit Verbrennungsmotor und damit deutlich über der nach wie vor günstigsten Möglichkeit des motorisierten Mähens: dem Elektro-Rasenmäher.

Nichtstdestotrotz nimmt der Anteil der akkubetriebenen Mäher am Gesamtmarkt stetig zu, da die Vorteile der kabellosen Akku-Technik überwiegen und die Preisdifferenz durch das Voranschreiten von Technik und Produktion weiter sinkt. Zu den Unterschieden der verschiedenen Rasenmäher-Antriebsarten sowie den Vorzügen und Einschränkungen der Akku-Technik erfahren Sie mehr in den folgenden Abschnitten.

Hinweis

Der Elektromotor ist beim Akku-Rasenmäher wartungsfrei. Es gibt aber mechanische Komponenten wie das Schneidmesser, das hin und wieder gewartet werden sollte, um ein gleichmässiges Schnittbild zu erhalten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber-Artikel "Rasenmäher: Messer schärfen und wechseln".

Akku-Rasenmäher sind bei vielen Gartenfreunden eine willkommene Alternative zu Benzinmähern sowie kabelgebundenen Elektromähern. Die mit Akku betriebenen Mäher eignen sich vor allem für kleinere bis mittlere Gartengrößen. Gegenüber den benzinbetriebenen Modellen, die traditionell bei großen Rasenflächen zum Einsatz kommen, bieten Akkumäher eine ganze Reihe von Vorzügen.

Akkumodul AL-KO Comfort 34 LI

Moderne Akkumodule lassen sich leicht entnehmen und wiedereinsetzen.

Standard ist heutzutage ein abziehbarer Sicherheitsschlüssel, der einen unbefugten Start (z.B. durch Kinder) unterbindet.

  • Geräuschentwicklung: Akkumäher sind leiser als Benzin-Rasenmäher. Das schont sowohl die eigenen als auch die Nerven der Nachbarn. Die Geräte können i.d.R. bedenkenlos in dicht besiedelten Gebieten (Stadt, Reihenhaus) eingesetzt werden, ohne dass man Ärger mit den Nachbarn fürchten muss. Auch in anderen lärmempfindlichen Bereichen wie z.B. Krankenhausgärten oder Parkanlagen von Altenheimen sind Akku-Rasenmäher einem lärmenden Benzinmäher vorzuziehen.

  • Relativ wartungsarm: Bei einem Akkumäher muss weder der Ölstand kontrolliert noch Öl nachgefüllt werden, ein Zündkerzen- oder Luftfilterwechsel entfällt ebenfalls - das spart Betriebskosten.

  • Geringes Gewicht: Die vergleichsweise leichten Mäher lassen sich über Treppen und andere Hindernisse hinweg heben. Das geringe Gewicht sorgt zudem für eine gute Manövrierfähigkeit in verwinkelten Gärten.

    Rang 6 von 7 - Bosch CityMower 18
    Preistipp
    Gesamtnote GUT (1.61)
    10 Besucher wählten in 2022 dieses Modell
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  • Abgasfrei: Akku-Rasenmäher produzieren keine gesundheitsgefährdenden Abgase beim Mähen. Davon profitiert nicht nur der Anwender des Gerätes, sondern auch die unmittelbare Umgebung. Ähnlich wie bei der Geräuschentwicklung sind das beispielsweise sensible Bereiche wie Krankenhausgärten oder Parks von Altenheimen.

  • Einfacher Start per Startknopf: Der Elektromotor eines Akkumähers lässt sich bequem per Knopfdruck starten. Das kraftraubende Ziehen eines Zugseiles entfällt. Deshalb eignen sich akkubetriebene Mäher u.a. sehr gut für Frauen und ältere Menschen, die im Normalfall nicht ganz so kräftig sind.

  • Laden an der heimischen Steckdose: Der Akku lässt sich bequem und jederzeit über das an der heimischen Steckdose angeschlossene Ladegerät laden. Sie sparen sich die Fahrt zur Tankstelle und das Befüllen des Kanisters mit Benzin. Analog zu einem E-Auto gegenüber seinen Verbrenner-Kollegen sparen Sie auch bei den Energiekosten, denn während die CO2-Steuer für fossile Brennstoffe jährlich steigt, wurde die EEG-Umlage auf den Strompreis in 2021/2022 von 9 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde gesenkt.

  • Niedrigere Betriebskosten: Insgeamt sind die laufenden Kosten beim Akkumäher geringer als bei einem Benzinmäher, da keine Aufwände für Motoröl, Zündkerzen oder Luftfilter entstehen und die Energiekosten für Strom im Vergleich zu Benzin günstiger sind.

Hinweis

Hilfreiche Ratschläge und Tipps zur Reperatur und Wartung Ihres Rasenmähers liefert Ihnen unser Ratgeber-Artikel "Defekt: Rasenmäher selbst reparieren".

Akku-Rasenmäher teilen die oben beschriebenen Vorzüge mit ihren kabelgebundenen Geschwistern, besitzen jedoch weitere Vorteile gegenüber den traditonellen E-Mähern:

  • Kabelloses Mähen: Egal welche Drehungen und Wendungen Sie während des Mähens vollziehen, es ist kein lästiges Stromkabel aus dem Weg zu räumen. Auch die Entfernung zur nächsten Steckdose spielt bei diesen Geräten keine Rolle.

  • Höhere Energieeffizienz: Die Stiftung Warentest hat in ihrem Praxistest 04/2021 festgestellt, dass ein akkubetriebener E-Mäher mit nur einem Drittel der Energie auskommt, die ein traditioneller Kabelmäher für das Mähen einer gleichgroßen Rasenfläche benötigt - entsprechend verringern sich die Stromkosten.

  • Weniger Verschleiß: Der Elektromotor eines Akkumähers verschleißt laut Stiftung Warentest i.d.R. langsamer als der eines Kabelmähers. Häufig nutzen die Kohlebürsten ab, die die Antriebsspulen des E-Motors mit Strom versorgen. Ein Austausch ist nur durch den Fachhandel möglich und die Kosten dafür entsprechen in vielen Fällen einem wirtschaftlichen Totalschaden.

  • Wiederverwendbarkeit: Falls Sie neben dem Rasenmäher weitere Gartengeräte des gleichen Herstellers wie z.B. eine Akku-Heckenschere oder einen Akku-Rasentrimmer anschaffen oder bereits besitzen, so lässt sich i.d.R. das gleiche Akkumodul in allen Geräten mit der gleichen Spannung nutzen.

    Die gegebene Kompatibilität voraussgesetzt, lässt sich so bei der Anschaffung eines neuen Gartengerätes bares Geld sparen, indem man nur das Gerät selbst (ohne Akku und Ladestation) bestellt. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile ihre Gartengeräte wahlweise als Solo-Version oder gebündelt mit Akku+Ladegerät im Lieferumfang an.

Alle verglichenen Akku Rasenmäher verwenden Lithium-Ionen Akkus, eine Technologie, die auch bei den immer beliebter werdenden Elektroautos verwendet wird. Lithium-Ionen-Akkus verfügen über eine hohe Energiedichte und ein - im Vergleich zu traditionellen Blei-Akkus - geringes Gewicht. Im Schnitt sind LI-Akkus 60% leichter und in ihren Abmessungen bis zu 50% kompakter als herkömmliche Akkus.

Vorteile der Akku-Technik

Aber nicht nur in Bezug auf ihr Gewicht sind moderne Lithium-Ionen-Akkus den traditionellen überlegen. Weitere Vorteile dieser Technologie sind:

Lithium Ionen Akku

Lithium-Ionen Akkus bieten vielen Vorteile gebenüber tradionellen Akkus.

Ihr geringes Gewicht sowie die kurzen Ladezeiten sprechen für den Einsatz in mobilen Gartengeräten.

Nachteile der Akku-Technik

Selbstverständlich möchten wir Ihnen die Nachteile von Akku-Rasenmähern nicht verschweigen, denn wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten:

  • Höherer Preis: Der Preis eines akkubetriebenen Mähers ist gegenüber einem Elektro- oder Benzin-Rasenmäher vergleichsweise hoch.

  • Begrenzte Laufzeit: Die Kapazität des Akkus und damit auch die Laufzeit ist begrenzt. Deshalb sollte man bei einer Rasenfläche von mehr als 250 qm über die Anschaffung eines Zweit-Akkus nachdenken, so dass man mit nur kurzer Unterbrechung (Akkuwechsel) auch größere Flächen mit dem Akkumäher bearbeiten kann.

  • Begrenzte Motorleistung: Ein modernern Akkumäher hinkt auch heutzutage noch in punkto Leistung den benzinbetriebenen Geräten hinterher. Vor allem bei feuchtem/hohem Gras sowie niedrigen Schnitthöhen kommen die Geräte an ihre Grenzen.

Hinweis

Die Angaben der Hersteller hinsichtlich der mit einer Akkuladung machbaren Rasenfläche sind kritisch zu betrachten.

Analog zu den von Automobilherstellern angegebenen Kraftstoff-Verbrauchswerten für ihre Automodelle, handelt es sich auch hier um Werte, die nur unter optimalsten Bedingungen (Sommerasen: trockenes und nicht zu hohes Gras, keine hohe Grasdichte) und mit normaler Schnitthöhe erzielbar sind.

Ist der Rasen feucht, höher oder man wählt eine vergleichsweise niedrige Schnitthöhe, so kostet das den Mäher mehr Kraft, der Energieaufwand steigt und die Akku-Laufzeit reduziert sich entsprechend.

In Bezug auf die eigenen Anforderungen sollten Sie die Vor- und Nachteile der Akku-Technik sorgfältig gegeneinander abwiegen. Akkumäher sind eine saubere Alternative zu benzinbetriebenen Geräten und gegenüber den kabelgebundenen Geschwistern aus dem Elektro-Segment spart man sich das lästige Hantieren mit dem Stromkabel.

Trotz all ihrer Vorzüge sind Akkumäher nicht für jede Einsatzumgebung die bestmögliche Wahl. Hier gilt es die eigenen Anforderungen mit den Eigenschaften der Geräte abzugleichen und eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.

Neben Akku und Ladegerät sind folgende weitere Ausstattungsmerkmale beim Kauf eines Akkumähers zu betrachten:

Fangkorb
Rasenmäher Fangkorb

Die Fangbox sammelt die vom Schneidmesser abgetrennten Grashalme. Je nach Hersteller kommen hier reine Hartplastik-Boxen oder Textil-Fangkörbe zum Einsatz.

Der Mäher befördert die vom Schneidmesser abgetrennten Grashalme in den Fangkorb bzw. die Fangbox. Hier verbleibt das Schnittgut bis der Behälter vollständig gefüllt ist und entleert werden muss. Das Volumen des Fangkorbs reicht bei den Geräten in unserem Vergleich von etwa 30 bis zu 60 Litern.

Dabei sollte das Verhältnis zwischen der Schnittbreite des Mähers und dem Volumen des Fangkorbs passen. Ein 60-Liter-Fangkorb wäre bei einem Mäher mit einer Schnittbreite von 30 cm sicherlich überdimensioniert, während man bei einem 30-Liter-Fangkorb und einer Schnittbreite von 40 cm und mehr den Fangkorb zu oft entleeren müsste.

Einige Mäher sind darüberhinaus mit einer Füllstandsanzeige ausgestattet, die dem Anwender einen vollen Fangkorb signalisiert. Aber auch ohne Füllstandsanzeige bekommt man i.d.R. schnell mit, dass die Fangbox voll ist, da das Schnittgut auf der Rasenfläche liegen bleibt.

Mulchkit
Rasenmäher Mulchkit

Der Mulchkeil ist ein Plastikteil, dass den Auswurfschacht des Rasenmähers verschliesst.

Ein weiteres Ausstattungsmerkmal ist das sog. Mulchkit, mit dem man den Auswurfschacht verschließt und so den Mäher zu einem "Mulcher" macht, der das Schnittgut mehrfach verwirbelt und gleichmäßig auf dem Rasen verteilt. Nicht alle Hersteller haben dieses Mulchkit im Lieferumfang, häufig kann es aber als Zubehör erworben werden.

Wer generell das Mulchen dem Sammeln von Schnittgut vorzieht, der sollte einen reinrassigen Mulchmäher in Betracht ziehen. Diese Geräte besitzen keinen Fangkorb, dafür aber ein speziell geformtes Sichelmesser, welches das Schnittgut optimal in die Grasnarbe einarbeitet.

Flexibles Lenkgestänge
Rasenmäher Lenkgestänge

Das Lenkgestänge sollte möglichst flexibel einstellbar sein.

Das Lenkgestänge eines Rasenmähers sollte sich einerseits leicht zusammenklappen lassen, so dass der Mäher möglichst wenig Stauraum in Anspruch nimmt und andererseits flexibel an die eigenen körperlichen Gegebenheiten anpassbar sein.

Die variable Anpassung der Holmhöhe gehört mittlerweile zum Standard eines modernen Rasenmähers und wird i.d.R. über einen zweigeteilten Führungsholm realisiert, dessen Oberteil sich per Schnellverschluss um ein paar Grad nach oben oder unten justieren lässt.

Schnitthöhenverstellung
Schnitthöhenverstellung

Die meisten Akku-Rasenmäher bieten heutzutage eine zentrale Schnitthöhenverstellung an.

Die Schnitthöhenverstellung ermöglicht eine Anpassung der Schnitthöhe an unterschiedliche Gegebenheiten. Im Sommer bei viel Trockenheit kann es ratsam sein, eine höhere Schnitthöhe zu wählen, damit die Grashalme etwas mehr Schatten spenden und der Boden nicht zu sehr austrocknet.

Die Geräte ermöglichen die Wahl zwischen mehreren Schnitthöhen-Stufen, wobei die mögliche Schnitthöhe meist in einem Wertebereich von 20 bis 70mm liegt und sich in 10mm-Schritten durch Wahl der jeweiligen Schnitthöhen-Stufe variieren lässt.

Je nach Mäher wird die Schnitthöhen-Stufe entweder pro Achse oder, wie bei den meisten Geräten mittlerweile üblich, über einen zentralen Hebel für beide Achsen gleichzeitig gewählt.

Rasenkämme
Seitliche Rasenkämme

Die Rasenkämme ermöglichen randnahes Mähen entlang von Begrenzungen und Mauern.

Der sog. "Rasenkamm" ist auf beiden Längsseiten des Rasenmähers angebrachtes Plastikteil, das an einen normalen Kamm erinnert und die Aufgabe hat, das randnahe Gras dem Schneidmesser entgegen zu "kämmen".

Die Technik sorgt für ein sauberes Schnittbild entlang von Mauern und Wänden und erspart oft ein Nacharbeiten dieser Bereiche mit der Grasschere oder dem Rasentrimmer.

Akkumulatoren haben sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter entwickelt. Durch den Fortschritt sind sie in der Lage immer mehr Energie auf kleinerem Raum zu speichern und die Energie in weniger Zeit aufzunehmen. Bis zu den modernen Lithium-Ionen-Akkus, die wir heute im Gartenbereich und bei den Elektrowerkzeugen vorfinden war es jedoch ein weiter Weg.

Blei-Akkumulator

Der Akkumulator kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Kluge Köpfe haben im Laufe der Jahrhunderte viel geforscht und die Leistung und Kapazität der heute allgegenwärtigen Energiespeicher stetig verbessert.

  • Leidener Flasche: Bereits etwa um 1745 wurde mit der Leidener Flasche die älteste Bauform eines Kondensators erfunden.

  • Voltasaäule: Die vom Italiener Alessandro Volta um die Jahrhundertwende 1899/1900 entwickelte Konstruktion gilt als Ur-Batterie und damit Vorläufer unserer heutigen Batterien. Nach Volta wurde auch die Maßeinheit für die elektrische Spannung (Volt) benannt.

  • Rittersche Ladungssäule: Sie trägt den Namen ihres Erfinders Johann Wilhelm Ritter (siehe Biografie), der mit dieser Konstruktion im Jahr 1802 den Vorläufer der wiederaufladbaren Batterie (Akkumulator) erfand.

  • Blei-Säure-Akkumulator: Der Blei-Akkumulator wurde 1854 vom Deutschen Wilhelm Josef Sinsteden erfunden und durch eine Reihe französischer Forscher wie Gaston Planté (1859) und Camille Alphonse Fauré (1880) sowie dem Luxemburger Henri Owen Tudor, der 1886 ein Patent zur Verbesserung der Elektroden an elektrischen Akkumulatoren einreichte, weiterentwickelt. Heutzutage kommen Blei-Akkus u.a. noch in den Starterbatterien von Autos zum Einsatz.

  • Nickel-Eisen-Akkumulator (NiFe): Der auch nach seinem Erfinder Alva Edison als Edison-Akkumulator bekannt gewordene Akkumulator verwendet die Metalle Nickel und Eisen in Kombination mit einer alkalischen Lauge. Edison gilt jedoch nicht als alleiniger Erfinder des NiFe-Akkus, denn der schwedische Forscher Waldemar Jungner hatte etwa zur gleichen Zeit um 1900 unabhängig von Edison die gleiche Erfindung gemacht.

  • Nickel-Cadmium-Akkumulator (NiCd): Dieser Erfindung geht ebenfalls auf das Konto des Schweden Waldemar Jungner. Die Energieausbeute konnte durch die Verwendung von Cadmium anstelle von Eisen (NiFe-Akku) weiter gesteigert werden. NiCd-Akkus sind heutzutage in der EU aufgrund des enthaltenen giftigen Schwermetalles Cadmium mit wenigen Ausnahmen verboten.

  • Nickel-Metallhybrid-Akkumulator (NiMH): Der im Zeitraum von 1962 bis 1982 vom US-amerikanischen Forscher Stanford Robert Ovshinsky sowie Masahiko Oshitani entwickelte Nickel-Metallhybrid-Akkumulator verzichtet auf das giftige Schwermetall Cadmium und liefert zudem eine höhere Energiedichte im Verbleich zu NiCd-Akkus.

  • Lithium-Ionen-Akkumulator (Li-Ion): Als Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus gilt der US-amerikanische Physiker John B. Goodenough, der, aufbauend auf den Arbeiten von Stanley Whittingham, gegen 1979 die Grundlagen für den heutzutage am meisten verbreiteten Akkutyp schuf. Goodenough wurde für seine Arbeit im hohen Alter von 97 Jahren im Jahr 2019 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Hinweis

Wer mehr zur bewegten Geschichte des Akkumulators erfahren möchte, findet auf der Seite akku.net eine ansprechende Beschreibung der Historie.

Aufgrund der ereignisreichen Geschichte des Akkumulators halten sich zahlreiche Mythen zum idealen Umgang mit Akkus, die auf unsere modernen Li-Ion-Akkus nur noch bedingt oder gar nicht mehr zutreffen. Hierzu erfahren Sie nachfolgend alles Wissenswerte zum optimalen Umgang mit einem Lithium-Ionen-Akku.

Rasenmäher Akku wechseln

Wenn man beim Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus einige Dinge beachtet, verlängert sich die Lebensdauer der kompakten Stromspeicher.

  • Temperaturbereich 5 bis 40 Grad: Lithium-Ionen-Akkus sollten grundsätzlich keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden. Frost oder auch direkte Sonneneinstrahlung gilt es zu vermeiden. Zum Laden eines Lithium-Ionen-Akkus sollte die Temperatur mindestens 5 Grad und maximal 40 Grad Celsius betragen.

  • Lagerung: Die Lagerung an einem trockenen, staubfreien Ort (z.B. beheizter Keller) in einem Temperaturbereich
    von 10 bis 25 Grad Celsius ist zu empfehlen. Bei der Einlagerung über mehrere Wochen/Monate sollte sich der Ladestand des Akkus zum Zeitpunkt der Einlagerung in etwa zwischen 40% und 60% bewegen.

    Auf keinen Fall sollten Sie den Akku vor der Einlagerung zu 100% laden, dies belastet die Akkuzellen und schränkt die Lebensdauer ein. Auch ein bereits bei der Einlagerung fast vollständig entladener Akku ist unter allen Umständen zu vermeiden, da die Gefahr einer Tiefenentladung zunimmt und damit der Akku dauerhaften Schaden nehmen kann.

  • Selbstentladung: Die Selbstenladung von Lithium-Ionen-Akkus ist relativ gering und beträgt in etwa nur 3% bis 4% pro Monat. Wenn Sie den Akku Ihres Rasenmähers mit 40-60% Ladung im Herbst einlagern, dann besitzt er auch nach 4 Monaten im "Winterschlaf" noch einen akzeptablen Ladestand.

  • Memory-Effekt: Von einem Memory-Effekt spricht man, wenn der Akku nach häufigen Teilentladungen nicht mehr mehr die volle Energiemenge bereitstellt. D.h., der Akku verliert an Kapazität durch wiederholte Teilentladungen. Dieser Effekt wurde von der der NASA bei NiCd-Akkus (Nickel-Cadmium) festgestellt. Moderne Li-Ionen-Akkus sind davon nicht betroffen. Sie können Ihren Akku so oft laden wie Sie möchten, auch wenn er noch eine Restladung besitzt. Das hat keinen negativen Einfluss auf die Lebensdauer.

    Grundsätzlich empfehlen die Gartengeräte-Hersteller - analog zu den Auto-Herstellern bei den E-Autos - den Ladestand zwischen 20% und 80% zu halten, d.h. häufige Teil-Ladungen durchzuführen. Mit Teil-Ladungen in diesem Bereich verlängert sich die Lebenszeit Ihres Li-Ionen-Akkus, also umgekehrt wie beim NiCd-Akku.

  • Tiefenentladung: Eine sog. Tiefenentladung gilt es unter allen Umständen zu vermeiden, da dieser Zustand den Akku dauerhaft schädigen und unbrauchbar machen kann. Von einer Tiefenentladung spricht man, wenn die Spannung unter einen definierten Grenzwert, die Entladeschlussspannung rutscht.

    Bei Markengeräten besitzt der Akku ein Batterie Management System, das den Akku autom. in den Ruhezustand versetzt (abschaltet), falls der Mindestladewert unterschritten wird.

  • Batterie-Management-System: Das Batterie-Management-System schützt den Akku vor Tiefenentladung (siehe Punkt Tiefenentladung) und Überhitzung. Da Akkus beim Vollladen besonders beansprucht werden, stehen das Ladegerät und das BMS (Batterie-Management-System) während des Ladens im Dialog. Erreicht der Ladestand die 80%-Marke, wird der Ladestrom verringert, so dass der Akku möglichst schonend geladen wird und keinen Schaden nimmt.

  • Ladekurve: Wie oben bereits beschrieben arbeiten das Ladegerät und das BMS beim Laden des Akkus zusammen. Der Ladevorgang ist nicht gleichmässig, sondern vor allem zu Beginn, bei niedrigem Ladestand (Fachbegriff: SOC State off Charge), ist der Ladestrom und damit die Ladegeschwindigkeit relativ hoch. Mit zunehmenden SOC nimmt der Ladestrom ab, so wird der Akku möglichst schonend geladen. Das bedeutet, dass das Speichern der letzten 20% (von 80% auf 100%) Energie i.d.R. wesentlich länger dauert als die gleiche Menge zu Beginn des Ladevorganges bei niedrigem SOC.

  • Ladezyklen: Abhängig von der Qualität des Akkus liegt die Lebensdauer eines modernen Li-Ionen-Akkus in etwa bei rund 1.000 Ladezyklen. Die genaue Zahl findet man i.d.R. in der Bedienunganleitung des jeweiligen Herstellers. Jetzt muss man aber keine Angst vor einen schnelleren Verschleiß durch häufige Teilladungen haben, denn diese Zahl bezieht sich auf einen vollen Lade- und Entladezyklus (100%). Jede Teilladung zählt also nur anteilmässig. Lädt man z.B. den Akku von 20% auf 80%, so entspricht das lediglich 0,6 Ladezyklen.

Hinweis

Weitere wertvolle Hinweise zum richtigen Umgang mit Akkus finden Sie u.a. auf diesen Seiten:

Der nachfolgende FAQ-Abschnitt enthält eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema.

FAQ-Liste

Die nachfolgende Tabelle informiert über die Testsieger der Fachpresse in chronologisch absteigender Reihenfolge (neueste Testreihen zuerst):

Akku Rasenmäher: Die Testsieger der Fachpresse
Institut/Fachzeitschrift Titel Ausgabe Kategorie *Testsieger Bewertung
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Stiftung Warentest "Aku siegt, Kabel spart" 04/2021 Akku Rasenmäher Einhell GE-CM 36/36 Li GUT (2.0)
Kabel-Rasenmäher Stihl RME 235 GUT (2.3)
ETM Testmagazin "So gelingt der englische Rasen!" 06/2020 Akku Rasenmäher Ryobi RLM36X46H5P SEHR GUT (94.2%)
Selbst ist der Mann "KABELLOS" 06/2019 Akku Rasenmäher Sabo 43-Accu SEHR GUT (1.3)
Stiftung Warentest "Zwei Abräumer" 04/2019 Akku Rasenmäher: Schnittbreite bis 43 cm Einhell GE-CM 43 Li M GUT (2.0)
Akku Rasenmäher: Schnittbreite bis 47 cm + Radantrieb Stihl RMA 448 TC 8 BEFRIEDIGEND (2.7)
Haus & Garten Test "Kabellos den Rasen stutzen" 03/2018 Akku Rasenmäher unter 40 cm Schnittbreite Gardena PowerMax Li-40/32 SEHR GUT (1.1)
Akku Rasenmäher über 40 cm Schnittbreite Wolf Garten 72V Li-ION Power 40 SEHR GUT (1.2)
Akku Rasenmäher mit Radantrieb Stiga Combi 55 S AE SEHR GUT (1.1)
Stiftung Warentest "Neue Freiheit" 04/2017 Akku Rasenmäher Viking MA 339 C GUT (2.0)
ETM Testmagazin "Mähen ohne Einschränkungen" 06/2016 Akku Rasenmäher Stiga Combi 40 AE SEHR GUT (94.26%)
Haus & Garten Test "Echte Kraftpakete" 04/2013 Akku Rasenmäher Viking MA 339 GUT (1.7)
ETM Testmagazin "Kabellos und abgasfrei zu einem gepflegten Rasen" 05/2012 Akku Rasenmäher VIKING MA 339 C SEHR GUT (93.5%)
Haus & Garten Test "Lohnt die Kabelfreiheit?" 04/2012 Akku Rasenmäher Bosch Rotak 37 Li GUT (1.6)

Die nachfolgenden aufklappbaren Bereiche enthalten weiterführende Informationen zu einer Reihe ausgewählter Tests:

Praxistest Besprechungen

Die Bestenliste 2022 basiert auf unserem standardisierten Notenverfahren und spiegelt die aus den vorliegenden Daten des Marktes ableitbare qualitätsbezogene Position des jeweiligen Gerätes innerhalb des Vergleichs wider.

Unsere Vergleichstabelle enthält eine detaillierte Aufzählung aller relevanten Daten und Eigenschaften der Geräte.

Weiterhin finden Sie die berechnete Gesamtnote, die Amazon Kundenwertung und die aktuellen Angebote für das jeweilige Modell. Ein Klick auf die Gesamtnote führt Sie zu unserer Infobox, die weitere Informationen zu einem Modell bereithält.

Zahlen & Fakten

Wir stützen uns ausschließlich auf Zahlen und Fakten.

Die mit größtmöglicher Sorgfalt recherchierten Daten unserer Vergleichstabelle bilden die Basis für unser einzigartiges, mathematisch basiertes Bewertungsystem.

Infobox Einzelwertung

Wir legen großen Wert auf Offenheit und Transparenz.

Innerhalb der jeweiligen Infobox für ein Gerät führt Sie der Reiter "Einzelwertung" zu einer detaillierten Übersicht mit erzielten Punktzahlen und berechneter Gesamtnote.

Sollte Ihnen ein Gerät zusagen, so können Sie es über eines der aufgeführten Angebote bestellen. Wir verkaufen selbst keine Produkte. Unser Anspruch ist es, Ihnen hilfreiche Informationen für eine fundierte Kaufentscheidung zu liefern.

Bewertungskategorien
Gut zu wissen
Die Vergleichstabelle wird auf Smartphones als eine nach Gesamtnote sortierte Rangliste dargestellt.
Vergleichssieger
Gesamtnote SEHR GUT (1.35)
4.3 Sterne (975 Bewertungen)
  • Schnittbreite 44 cm
  • Rasenflächen bis 850 qm
  • Schnell-Ladegerät
  • Großer Fangkorb (50 Liter)
  • Zentrale Schnitthöhen-Verstellung
  • Rasenkämme für randnahes Mähen
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-4% € 549.00
€ 525.98
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Gesamtnote SEHR GUT (1.49)
4.1 Sterne (233 Bewertungen)
  • Schnittbreite 36 cm
  • Rasenflächen bis 560 qm
  • 2x Akkus im Lieferumfang
  • Akku Schnell-Ladegerät
  • Ergonomische Griffe (Ergoflex-System)
  • Großer Fangkorb (40 Liter)
10 Besucher wählten in 2022 dieses Modell
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€ 390.51
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Gesamtnote GUT (1.53)
3.8 Sterne (659 Bewertungen)
  • Große Schnittbreite (48 cm)
  • Max. Rasenfläche 600 qm
  • 2x Akku im Lieferumfang
  • Zentrale Schnitthöhenverstellung (7-fach)
  • Großer Fangkorb (50 Liter)
  • Klappbares Lenkgestänge (höhenverstellbar)
*Günstigstes Angebot
-30% € 431.43
€ 299.99
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Rang 4 von 7
Einhell GE-CM 43 LI
Topseller
Gesamtnote GUT (1.59)
4.4 Sterne (2728 Bewertungen)
  • Große Schnittbreite (43 cm)
  • Rasenflächen bis 600 qm
  • Akkupack (2 Akkus) im Lieferumfang
  • 2 Akku-Ladegeräte im Lieferumfang
  • 6-fache zentrale Schnitthöhenverstellung
  • Großer Fangkorb (63 Liter)
16 Besucher wählten in 2022 dieses Modell
*Amazon Angebot (Bester Preis)
-4% € 313.45
€ 300.77
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Rang 5 von 7
Kärcher LMO 18-33
Gesamtnote GUT (1.60)
4.4 Sterne (208 Bewertungen)
  • Max. Rasenfläche 250 qm
  • Akku/Ladegerät im Lieferumfang
  • Schnitthöhenverstellung (4 Stufen, zentral)
  • Rasenkamm (für randnahes Mähen)
  • Klappbares Lenkgestänge (höhenverstellbar)
  • Fangkorb-Füllstandanzeige
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-25% € 314.98
€ 237.19
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Rang 6 von 7
Bosch CityMower 18
Preistipp
Gesamtnote GUT (1.61)
4.5 Sterne (2519 Bewertungen)
  • Schnittbreite 34 cm
  • Rasenflächen bis 300 qm
  • Ergonomische Griffe (Ergoflex-System)
  • Lenkgestänge höhenverstellbar/klappbar
  • Robuster Tragegriff
  • Zentrale Schnitthöhenverstellung
10 Besucher wählten in 2022 dieses Modell
*Amazon Angebot (Bester Preis)
€ 218.00
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Rang 7 von 7
HECHT 5041
Gesamtnote GUT (1.63)
4.0 Sterne (72 Bewertungen)
  • Schnittbreite 41 cm
  • Max. Rasenfläche 600 qm
  • Akku im Lieferumfang
  • Ladegerät im Lieferumfang
  • Schnitthöhenverstellung 7 Stufen
  • Zentrale Schnitthöhenverstellung
*Günstigstes Angebot
€ 429.00
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