DIY-Tipp: Garage für Mähroboter selbst bauen

Damit der Rasenroboter vor Wind, Regen, Hagel und anderen Umwelteinflüssen geschützt ist, sollte er überdacht stehen. Vielerorts findet der Mähroboter Platz im Carport oder einem anderen Unterstand im Garten. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann eine eigene Garage für den Mähroboter bauen.

Dafür notwendig sind neben handwerklichem Geschick auch einige Materialien, das richtige Werkzeug und Geduld.

Rasenmäher Roboter Garage
Abbildung 1: Die eigene Roboter-Garage: So sind Mähroboter und Ladestation optimal vor Regen geschützt.

Um einen Rasenroboter optimal zu schützen, sollte der Unterstand über folgende Eigenschaften verfügen:

  • ein sicheres Dach
  • stabiler Rahmen (auch mit einem soliden Fundament)
  • flexible Öffnungen, damit der Mähroboter komfortabel fahren kann

Auch die Position des Unterstandes ist entscheidend, denn das Gerät sollte von dort aus alle Rasenflächen bequem innerhalb kurzer Zeit erreichen können. Je weiter der Roboter vom Einsatzgeschehen entfernt ist, desto mehr Energie benötigt er für die Anfahrt. Diese Energie fehlt womöglich am Ende, um die gesamte Rasenfläche in angemessener Zeit zu mähen.

Wer eine Garage für Mähroboter selbst bauen oder einen bereits gefertigten Unterstand nutzen möchte, sollte auch bei der Standortwahl einiges beachten. Nicht geeignet als Standort sind:

  • Hanglagen
  • Flächen mit Hindernissen
  • verschlossene Zugänge (beispielsweise eine Garage mit einem Falltor)
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Bei der Standortwahl sollte immer beachtet werden, dass der Roboter seine Aufgabe optimal erfüllen können muss. Der Vorteil bei einem Roboter für die Rasenpflege besteht darin, dass er meist eigenständig (kann sogar programmiert werden) mit der Arbeit beginnt und zur Ladestation zurückfährt.

Um diese Vorzüge nicht zu verlieren, sollte die Garage bzw. der Unterstand entsprechend gestaltet sein. Seitenwände oder eine Rückwand sind in Ordnung, allerdings braucht es auch eine Öffnung, aus der der Roboter heraus manövrieren kann.

Es ist gar nicht so schwer, eine Garage für den Mähroboter selbst zu bauen. Mit den richtigen Materialien, einer Bauanleitung und handwerklichem Geschick klappt es ganz leicht - benötigte Materialien sind:

  • Holz für Dach, Seitenwand und gegebenenfalls Rückwand
  • Kanthölzer (sie bieten deutlich mehr Stabilität) und Bohrmaschine
  • soll alles verschraubt werden: Schrauben und Winkel sowie Akkuschrauber
  • beim Verkleben: Holzkleber
Bohrmaschine
Abbildung 2: Mit Holz als Material lässt sich einfach und unkompliziert arbeiten. Die Verwendung von Kanthölzern sorgt für mehr Stabilität.

Um die richtigen Maße für Dachkonstruktion, Seitenteile und Co. zu bestimmen, sind die Maße des Roboters entscheidend. Es sollte immer ausreichend Platz sein, damit der Roboter komfortabel ein- und ausfahren kann. Doch zu viel Spiel ist nicht gut, denn dadurch könnten sich in der Garage Gegenstände verfangen oder Tiere einnisten. Wer eine Garage für den Mähroboter selbst bauen möchte, sollte darauf achten, dass zwischen dem Gehäuse des Gerätes und der Seite sowie dem Dach der Garagenkonstruktion ca. 10 cm Platz sind.

Bei der Eigenkonstruktion der Garage für den Roboter kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Wichtig bei der Entscheidung sind unter anderem Themen, wie:

  • welche Holzfarbe
  • mit oder ohne Dachpappe
  • welche Materialien (es gibt auch Alternativen zur Holzkonstruktion)

Die Garage soll dem Roboter Schutz vor Wind und Wetter bieten, sich aber häufig trotzdem optimal in die Gartengestaltung einfügen. Viele Gartenfreunde wollen keine klassische Konstruktion aus Holz, sondern wünschen sich etwas modernere Abwechslung.

Die Holzkonstruktion ist eine pragmatische und vergleichsweise einfache Lösung. Hierfür werden Pfosten aus Holz und einzelne Seitenteile sowie das Dach miteinander verbunden. Wer kein Holz verwenden will, kann sich Acrylglasplatten auf optimale Länge zuschneiden lassen, um sie dann zu einer Garagenkonstruktion zusammenzufügen.

Eine Garage für Mähroboter selbst bauen – welche Materialien sind dafür besonders geeignet? In der Praxis kommen vor allem Holz und Kunststoff dafür zum Einsatz. Beide Materialien haben Vorzüge, aber auch Nachteile.

Holz ist vergleichsweise preisgünstig zu haben und lässt sich einfach verarbeiten. Wer möchte, kann die Holzpfosten und Seitenteile komfortabel mit einer Stichsäge zuschneiden. Bei genauer Maßangabe ist auch der Profi-Zuschnitt im Baumarkt möglich.

Kunststoff lässt sich aufgrund der Festigkeit weniger leicht auf Maß zu Hause zuschneiden. Hierfür gibt es aber zahlreiche Anbieter, welche bereits vorgefertigte Pfosten in individueller Länge oder Seitenteile bereitstellen.

In Sachen Witterungsbeständigkeit und Pflegeaufwand ist Kunststoff dem Holz überlegen. Wer Hölzer für seine Garagenkonstruktion verwendet, sollte auf eine zusätzliche Imprägnierung achten. Das entfällt beim Kunststoff. Jedoch ist das Zusammensetzen der Kunststoffteile etwas aufwändiger, da die Schraubenverbindungen besonders vorsichtig (Achtung: Splittergefahr) angebracht werden müssen.

Wer möchte, kann die einzelnen Kunststoffteile auch zusammenkleben. Ungeübte Handwerker sind mit den Holzkonstruktionen auf der sicheren Seite. Mithilfe von Schrauben, Winkeln oder Holzkleber lassen sich einzelne Teile leichter verarbeiten.

Wichtiger Bestandteil der Garage: ein Dach. Es schützt nicht nur vor massiver Sonneneinstrahlung, sondern auch vor Hagel, Schnee und Co. Damit das Dach möglichst langlebig und robust ist, sollte es aus einem hochwertigen Material gefertigt sein. Bei Kunststoffteilen ist keine zusätzliche Imprägnierung notwendig.

Dachpappe
Abbildung 3: Die Dachpappe lässt sich mit kleinem Arbeitsaufwand anbringen und schützt das Holz zuverlässig vor Witterungseinflüssen.

Wer jedoch Holz verwendet, sollte zusätzlich eine Dachpappe aufbringen. Dafür erforderlich:

  1. Dachpappe
  2. Dachpappenstifte
  3. Hammer

Das Aufbringen der Dachpappe ist gar nicht so schwer. Hobbyhandwerker sollten darauf achten, dass die Finger nicht unter den Hammer gelangen. Auch die Verwendung spezieller Stifte für die Dachpappe ist wichtig. Sie sorgen dafür, dass die Pappe optimal fixiert wird und an den Hammerpunkten nicht einreißt.

Um einen sauberen witterungsbeständigen Abschluss zu finden, eignen sich Aluminium-Winkelprofile. Sie sehen nicht nur optisch ansprechend aus, sondern sind pflegeleicht und sorgen für die zusätzliche Fixierung der Dachpappe und bieten dem Holz weiteren Witterungsschutz. Zum Anbringen der Profile ist das Vorbohren von Schraubenlöchern empfehlenswert (falls sie nicht schon materialseitig vorhanden sind), um die Schraubenverbindungen zu fixieren.

Um eine eigenständige Rasen- und Gartenpflege zu gewährleisten, braucht der Roboter optimalen Bewegungsspielraum. Den bekommt er nur, wenn er ungehindert ohne Tor oder andere Gegenstände auf der Fahrspur agieren kann.

Viele Hobbyhandwerker befürchten, dass der Roboter durch ungeschickte Bewegungen das Garagenkonstrukt zum Einsturz bringen kann. Deshalb wollen sie die Garage bestmöglich fixieren und dafür beispielsweise Fundament aus Beton gießen wie bei einem Gartenhaus, welches Heckenschere, Rasenmäher, Rasentrimmer und Co. beherbergt.

Es gibt eine gute Nachricht: So viel Aufwand ist gar nicht notwendig.

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Die Roboter arbeiten sich präzise durch den Garten und können durch ihre Sensoren punktgenau manövrieren. Dadurch ist das kraftvolle Anstoßen an den Seitenwänden der Garage kaum zu befürchten. Stattdessen sucht sich der Roboter zielsicher seinen Weg zur Ladestation und fährt automatisch ohne andere Objekte anzustossen zurück.

Es reicht aus, dass die Garage über ein solides Rahmenkonstrukt verfügt. Schließlich soll die Konstruktion Wind und Wetter standhalten. Wer Holz verwendet, kann sich für etwas schwergewichtigere Sorten entscheiden, um das Grundgewicht der Garage auf natürliche Weise zu erhöhen.

Wer seine Garage für Mähroboter selbst bauen und dafür Kunststoff verwenden möchte, sollte das Konstrukt in der Erde fixieren. Hierfür reicht es aus, die Unterseiten leicht in den Boden einzugraben. Aber Vorsicht, dieser Teil sollte bei dem Zuschnitt der Seitenwände berücksichtigt werden.

Wer die Seitenteile nur auf Basis der Gerätehöhe abmisst und sie erst dann eingräbt (ca. 5 cm sind ausreichend), kann Probleme mit der Gesamthöhe bekommen. Zwischen der Oberseite des Roboters und dem Dach der Garage sollten ca. 10 cm Spielraum bleiben.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © elesi
  • Abbildung 2: adobe.com © pattilabelle
  • Abbildung 3: adobe.com © isabelledesilesie