Gartengeräte gegen Unkraut

Die Unkrautentfernung ist nicht immer und überall zwangsläufig notwendig. Befindet sich das Unkraut beispielsweise auf einer ungenutzten Freifläche, kann es dort verbleiben. Macht sich das Unkraut jedoch direkt auf dem Beet oder in unmittelbarer Nähe der Nutzpflanzen breit, sollte es entfernt werden.

Es gibt zahlreiche Gartengeräte, die Unkraut möglichst rückenschonend und einfach beseitigen. Welches Gerät wofür optimal ist, zeigen die folgenden Tipps.

Unkrautentfernung I
Abbildung 1: Die Handharke eignet sich u.a. auch zur Entfernung von Unkraut.

Gartengeräte und Unkraut – zwei Dinge, von denen jeder Hobbygärtner mit Sicherheit einige hat. Doch Unkraut muss nicht immer schädlich sein und zwangsläufig entfernt werden. Unkraut ist nicht gleich Unkraut. Die einen sehen beispielsweise Löwenzahn als Unkraut und Bedrohung für den Garten, andere erfreuen sich an der herrlich blühenden Pflanze.

Grundsätzlich gilt: Auf der eigenen Rasen- bzw. Gartenfläche dürfen Wildkräuter nach Herzenslust wachsen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Löwenzahn
  • Klee
  • Wegerich

Auch, wenn dem Nachbarn vielleicht der Samenflug nicht gefällt, kann er nicht verlangen, dass Gartengeräte für Unkrautvernichtung eingesetzt werden.

Ist der Geh- bzw. Gartenweg so gelegen, dass er an öffentlichen Raum grenzt, sieht es etwas anders aus. Gemeinde und Städte sind dazu verpflichtet, die Reinigung von Wegen und Straßen vorzunehmen. Bei Privatgrundstücken geht diese Pflicht auf den Eigentümer über.

Deshalb gilt: Entlang der Grenze vom privaten zum öffentlichen Raum muss Sauberkeit herrschen.

Dazu gehört:

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Auch, wenn das Unkraut häufig gar keinen unmittelbaren Schaden verursacht, sollte es regelmäßig entfernt werden, denn manche Schäden treten erst im Laufe der Zeit ein. Das gilt vor allem bei:

  • Kraut in Fugen bzw. Ritzen
  • Unkraut entlang von Pflastersteinen
  • Unkraut beim Säen

Jäten von Unkraut ist vor allem in Fugen besonders empfehlenswert. Zeigt sich das Kraut beispielsweise auf der Terrasse zwischen den Steinen, kann es bei ungehindertem Wachstum Schäden verursachen. Breiten sich die Wurzeln des Unkrautes aus, können sie die Steine zum Anheben bringen bzw. die Fugen ausheben.

Verschiedene Gartengeräte zum Unkrautentfernen (beispielsweise ein Fugenmesser) helfen dabei, schnell für saubere Flächen zu sorgen. Entlang an Kanten und Wegesrändern kann auch ein Rasentrimmer gute Dienste bei der Beseitigung von Unkraut leisten.

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Das Unkraut entzieht dem Boden wertvolle Nährstoffe und hindert damit womöglich andere Pflanzen am Wachstum. Wichtig ist die Unkrautentfernung vor allem bei jungen Trieben oder beim Einbringen von Saatgut in den Boden. Bevor Letzteres geschieht, sollte der Boden durch eine Hacke oder einen Vertikutierer aufgelockert und das Unkraut entfernt werden. Damit ist sichergestellt, dass sämtliche Nährstoffe im Boden tatsächlich dem Wachstum der Pflanzen aus den Samen zugutekommen.

Um dem Unkraut den Kampf anzusagen, gibt es verschiedene Geräte. Dazu gehören:

  • Hacke
  • Stieger
  • Pendelhacke
  • Kultivator
  • Kreuzhacke
  • Grubber
  • Spaten
  • Wurzelstecher
  • Jätschlinge (auch bei der holländischen Hacke)
  • Sauzahn

Zum bequemen Arbeiten im Stehen sind vor allem die klassische Hacke oder die holländische Hacke empfehlenswert. Die klassische Hacke ist ein Werkzeug, welches multifunktional einsetzbar ist. Mit der Schneide von ca. 13 cm bis 16 cm Länge lässt sich das Unkraut präzise herausstechen. Damit haben auch tiefsitzende Unkrautwurzeln keine Chance.

Unkrautentfernung II
Abbildung 2: Mit dem Unkrautstecher dem ungeliebten Wildwuchs zu Leibe rücken.

Gartengeräte, um Unkraut zu beseitigen – auch die holländische Hacke gehört dazu. Sie verfügt über eine Metallschlinge und ist eine schonende Möglichkeit, um Unkraut zu beseitigen. Durch die Oberfläche und die Schlinge werden die Unkrautwurzeln angehoben, sodass der Nährstoffboden entzogen wird. Die Folge: sie vertrocknen. Außerdem lockert die Metallschlinge den Boden gleichmäßig auf und lässt ihn atmen.

Soll das Kraut möglichst präzise unter der Oberfläche abgeschnitten werden, ist die Pendelhacke das Mittel der Wahl. Sie hat einen Nachteil: Für tiefsitzende Unkrautwurzeln ist die Pendelhacke ungeeignet, da sie nur wenige Zentimeter ins Erdreich eindringen kann.

Der Fugenkratzer ist bei der Entfernung von Unkraut zwischen Steinplatten besonders hilfreich. Auch für den Gartenboden gibt es ein Äquivalent: den Kultivator. Mit einer Arbeitsfläche von ca. 12 cm hat er die Eigenschaft, besonders tief ins Erdreich eindringen zu können. Durch die einzelnen Spitzen wird die Erde ordentlich aufgelockert und wirklich alle Rückstände der Unkrautwurzeln entfernt. Die Anordnung der Spitzen erfordert allerdings einen großzügigen Arbeitsbereich. Deshalb ist der Kultivator für eng stehende Pflanzen ungeeignet.

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Die Stecher sind Gartengeräte zur Unkrautentfernung. Sie sind wahlweise in verschiedenen Ausführungen erhältlich:

  1. zum Drehen
  2. zum Treten
  3. mit Handnutzung

Bekannt als Krumpholz kann das Unkraut mit diesem Werkzeug ganz gezielt händisch entfernt werden. Wer es komfortabler mag, kann auch auf die Wurzelstecher zum Treten oder Drehen zurückgreifen. Ziel ist es, einzelne Unkrautpflanzen präzise zu entfernen. Der Nachteil bei diesen Gartengeräten: Die wertvollen Nebeneffekte, wie die Auflockerung der Erde, entfallen.

Eine traditionelle Art um Unkraut zu beseitigen ist der sogenannte Sauzahn. Die scharfe Schneide kann das Unkraut an der Wurzel abtrennen und lockert gleichzeitig den Boden auf. Allerdings hat dieses Gerät einen Nachteil: Das Beikraut kann ungehindert weiterwachsen, wenn nicht alle Wurzelrückstände entfernt werden.

Manchmal ist es notwendig, dass Unkraut nicht nur im Stehen, sondern durch Arbeiten auf dem Boden beseitigt wird. Um maximale Präzision zu gewährleisten, sind diese Handgeräte empfehlenswert:

  • Doppelhacke
  • schwedische Handjäter
  • japanische Hacke

Auch einige Unkrautstecher gibt es im praktischen und kompakten Format. Unkraut lässt sich mit der scharfkantigen japanischen Hacke besonders präzise entfernen. Damit ist auch die Auflockerung des Bodens optimal möglich.

Doppelhacke
Abbildung 3: Die Doppelharke ist ein vielseitiges und leicht zu handhabendes Gartengerät, mit dem sich auch Unkraut gut entfernen lässt.

Gibt es im Beet wenig Platz, um großzügig Unkraut zu beseitigen, ist der schwedische Handjäter optimal. Er kann ganz leicht mit einer Hand gehalten werden und gräbt nach dem Schaufelprinzip das Unkraut aus. Dadurch wird auch gleichzeitig der Boden gelockert. Ein weiterer Vorteil: Die umliegenden Pflanzen werden durch seine Arbeitsweise nicht verletzt.

Die kleinere Doppelhacke ist als handliches Format ideal für die Ergänzung der Doppelhacke mit Langstil. Durch die kompakte Form kann sie den Boden auflockern und das Unkraut präzise entfernen.

Werden Arbeiten im Garten auf den Knien verrichtet, kann das zu Schmerzen im Rücken (Bandscheiben) und/oder in den Knie führen. Damit das nicht geschieht, unterstützen folgende Hilfsmittel:

  • Knieschoner
  • Sitzkissen

Eine möglichst aufrechte und nicht fortwährend gebückte Haltung ist optimal, um den Rücken zu schonen. Scheint die Sonne, ist ein Kopf- und Nackenschutz hilfreich, um Sonnenbrand zu vermeiden. Nach getaner Gartenarbeitet kann der Rücken mit einem Shiatsu Massagegerät entspannt werden.

Auch die Handschuhe sollten bei den Arbeiten im Garten immer dabei sein. Häufig ist Unkraut nicht nur mit Dornen oder anderen Spitzen versehen, sondern beinhaltet auch eine leicht reizende Flüssigkeit. Wird das Unkraut entfernt, bestenfalls immer einem separaten Gefäß arbeiten. Das ausgelöste Unkraut wird hierin gesammelt und am Ende in die Biotonne geworfen.

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Findige Gartenfreunde würden mit Sicherheit sagen, dass sie das Unkraut zum Kompostieren nutzen. Theoretisch gut, in der Praxis aber nicht immer die optimale Lösung. Das Unkraut kann im Kompost schädliche Rückstände hinterlassen. Wird der Mulch aus dem Kompost später auf das Beet aufgebracht, kann es zu neuen Unkrautbildungen kommen.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © rodimovpavela
  • Abbildung 2: adobe.com © amyinlondon
  • Abbildung 3: adobe.com © annabell-gsoed