Freischneider, Motorsense oder Rasentrimmer: Wo liegt der Unterschied?

Die Rasenkante präzise stutzen, das Gras in schwer zugänglichen Ecken im Garten kürzen – irgendwann kommt der Rasenmäher an seine Grenzen. Für einen gut gepflegten Garten werden meist mehrere Schneidewerkzeuge benötigt. Freischneider, Motorsense oder Rasentrimmer – wann kommt welches Gerät zum Einsatz?

Motorsense
Abbildung 1: Mit einer benzinbetriebenen Motorsense lassen sich auch größere Grasflächen bearbeiten.

Wer sein Gras optimal kürzen möchte, kann dafür den Freischneider, Motorsense oder Rasentrimmer nutzen. Auch, wenn alle drei unterschiedlich aussehen, haben sie eine Gemeinsamkeit: Das Schneidewerkzeug rotiert und sorgt dafür, dass alles auf die optimale Länge gekürzt wird.

Sie arbeiten nach dem gleichen Verfahren: Freischnitt. Dennoch sind Handhabung und Einsatzmöglichkeiten bei jedem Werkzeug unterschiedlich.

Die Einsatzmöglichkeiten sind ähnlich und dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede in:

  • Leistung
  • Antrieb
  • konkrete Einsatzmöglichkeiten
  • Einsatz der Zubehöroptionen

Der Trimmer eignet sich beispielsweise nicht dazu, um große Flächen zu mähen. Dafür entfaltet er seine Vorzüge an schwer zugänglichen Orten, bei denen beispielsweise die Motorsense an ihre Grenzen stößt.

Dieses Gerät ist optimal für Hobbygärtner. Das Spezialgebiet: präzise Arbeiten an Kanten, Ecken oder verwinkelten Grünflächen. Der Vorteil bei einem Rasentrimmer liegt in seinem leichten Gewicht. Die meisten Modelle wiegen zwischen 2 bis 4 Kg und sind sehr flexibel einsetzbar.

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Die Messer rotieren mit maximaler Sorgfalt entlang von Sträuchern, Beeten oder Büschen. Bei den Arbeiten ist der Geräuschpegel im Vergleich zu anderen motorisierten Gartenhelfern deutlich geringer.

Eine Motorsense ist meist leistungsstärker als der klassische Trimmer. Für großzügige Mäharbeiten ist sie besonders geeignet. Durch ihre kraftvolle Arbeitsweise können damit auch stärkere Pflanzen, Äste von Bäumen oder stark verwucherte Rasenflächen von Gestrüpp und Co. befreit werden.

Das Gewicht der Motorsensen ist durchschnittlich etwas höher als beim Rasentrimmer. Dennoch haben Hobbygärtner durch den Tragegurt optimalen Halt und können die Sense auch bei anspruchsvoller Landschafts- und Gartenpflege optimal führen.

Für alle, die im Garten ein Kraftpaket benötigen, ist der Freischneider genau das Richtige. Er unterstützt durch die motorgetriebenen Messer, um hölzerne oder starke, pflanzliche Hindernisse mühelos zu beseitigen. Eingesetzt wird er deshalb auch bei semi- bzw. professionellen Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau.

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Auch der Freischneider liegt kompakt in der Hand, benötigt durch seine kraftvolle Motorisierung jedoch eine sichere Führung. Sie wird durch Anlegen des Tragegeschirres erreicht, Schutzausrüstung inklusive.

Abhängig vom Einsatzzweck ist mehr oder minder Leistung gefragt. Grundsätzlich gibt es Motorsense oder Rasentrimmer in zwei unterschiedlichen Ausführungen:

  1. mit Benzinmotor
  2. mit Elektromotor (kabelgebunden oder Akku)

Geht es um lange und anspruchsvolle Arbeiten, sind die benzinbetriebenen Geräte zum Trimmen genau die richtige Wahl. Die Leistungsfähigkeit bei Benzinmotoren ist im Vergleich zu Akkus deutlich höher. Abhängig von dem Tankvolumen lässt sich mit einem benzinbetriebenen Modell auch mehr Arbeit absolvieren.

Benzingemisch nachfüllen
Abbildung 2: Benzinbetriebene Motorsensen werden i.d.R. nicht mit reinem Benzin, sondern einem Gemischaus Benzin und Zweitakt-Motorenöl betrieben. Bei den meisten Geräten ist ein Mischungsverhältnis von 1:50 (Öl zu Benzin) vorgeschrieben.

Ein Akku-Rasentrimmer oder Akku-Dickichtmesser ist hingegen optimal, wenn es im Garten möglichst geräuscharm und ohne Abgase zugehen soll. Die Akku-Geräte haben noch einen weiteren Vorteil: die häufig leichtere Bauweise. Damit lassen sie sich handlicher nutzen und sind auch für zierliche Frauenhände optimale Gartenbegleiter.

Alternativ bieten sich auch elektrische Rasentrimmer an, die über ein Netzkabel mit Strom versorgt werden. Hier steht durch den direkten Anschluss an das Stromnetz mehr Power als bei einem Akkutrimmer bereit, jedoch muss sich eine Steckdose in der Nähe befinden. Die Handhabung ist aufgrund des Strom-/Verlängerungskabels etwas umständlicher.

Auch die Schneidewerkzeuge sind essenziell für den Erfolg beim Kürzen der Grashalme oder Stutzen der Äste. Grundsätzlich stehen diese Schneidesysteme zur Auswahl:

  1. Trimmerkopf
  2. Grasschneideblatt
  3. Dickichtmesser

Der Trimmerkopf ist optimal, wenn es um das Bearbeiten kleinerer Grasflächen geht. Die Köpfe bestehen aus:

  • Spule
  • Fadenkopf

Der Faden sorgt durch seine Bewegungen dafür, dass Gras und andere Pflanzen präzise geschnitten werden. Der Vorteil dabei: die Genauigkeit der Arbeitsweise. Mit den Mähfäden lassen sich auch Flächen in unmittelbarer Nähe von Mauern, Zäunen oder Bäumen bearbeiten, ohne dabei das Schneidwerkzeug selbst zu beschädigen.

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Unterschiede gibt es bei den Herstellern, was die Faden-Nachführungsfunktion betrifft. Der Gartenfreund hat die Wahl zwischen:

  1. manuell
  2. halbautomatisch
  3. vollautomatisch

Alles eine Frage des Komforts und natürlich auch des Budgets. Geräte mit einer vollautomatischen Faden-Nachführungsfunktion sind teurer als die mit manueller.

Für besonders dichtes und widerspenstiges Gras eignen sich Schneideblätter. Allerdings sollten damit keine Holzgewächse gekürzt werden. Zum Einsatz kommen diese vor allem bei Trimmern und Motorsensen.

Müssen kräftige und dichte Gewächse gekürzt oder entfernt werden, ist das Dickichtmesser ein zuverlässiger Begleiter. Das Schneidewerkzeug ist äußerst stabil und strotzt auch widerspenstigen Pflanzen. In Kombination mit der Motorsense lassen sich damit im Handumdrehen größere Flächen von dichtem Gras befreien.

Egal, ob Freischneider, Motorsense oder Rasentrimmer genutzt werden - es gilt: Safety first. Die Geräte sind mit einer leistungsstarken Motorisierung bzw. Antriebswelle und scharfen Schneidwerkzeugen versehen. Unachtsame Handhabung kann zu ernsthaften Verletzungen führen.

Deshalb sollte die passende individuelle Schutzausrüstung bei allen Einsätzen der Gartenhelfer nicht fehlen - hierzu zählen:

  1. Gehörschutz (vor allem bei Benzinmotoren)
  2. Schutzhelm
  3. Schutzbrille
  4. Hose/feste Schuhe

Die Schutzbrille sorgt dafür, dass keine Halme, Äste oder aufgewirbelte Steinchen aus Versehen im Auge landen und dort schwerwiegende Verletzungen hervorrufen. Sind Arbeiten an Bäumen oder höheren Büschen geplant, darf auch der Schutzhelm nicht fehlen.

Bei besonders leistungsstarken Geräten und längeren Arbeiten damit ist ein Gehörschutz empfehlenswert. Schnell kann der Geräuschpegel bei den Gartengeräten 100 Dezibel erreichen. Damit das Gehör von nachhaltigen Schädigungen verschont bleibt, den Gehörschutz anwenden. Ihn gibt es als komfortable klassische Kopfhörer-Lösung oder als In-Ear-Schutz.

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Tipp: Lange Hosen und festes Schuhwerk sind bei den Arbeiten ebenso wichtig. Gefahr bei den Mäh- und Trimmarbeiten besteht nicht nur durch die Schnittreste, sondern auch durch die Schneideflächen der Geräte selbst. Um einen optimalen Halt zu haben, empfiehlt sich der Tragegurt mit dem passend eingestellten Geschirr. Auch, wenn Motorsense und Co. einmal aus der Hand rutschen, bleiben sie handhabbar, um beispielsweise den Not-Austaster zu drücken.

Nach jedem Einsatz sollten Sense, Trimmer und andere Gartengeräte gereinigt werden. Es gilt, Rückstände von Gräsern, Ästen und anderen Gartenmaterialien zu entfernen. Die regelmäßige Wartung gehört ebenfalls dazu.

Müssen Motorsense oder Rasentrimmer vom Profi gereinigt werden? Nein, mit etwas Geschick und den richtigen Handgriffen ist die Reinigung auch in Eigenregie durchführbar. Dabei helfen:

  • ein sauberer Lappen
  • Wasser
  • Druckluft
Trimmerkopf
Abbildung 3: Der Trimmerkopf setzt sich gerne mit nassen Grasresten zu. Deshalb sollte dieser Bereichregelmässig gereinigt werden, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten.

Haben sich hartnäckige Zweige in Motorsense und Co. verkeilt, lassen sich diese nur schwerlich mit der Hand entfernen. Hilft auch die Unterstützung einer Bürste nicht, muss Druckluft her. Die regelmäßige Wartung der Zündkerzen gehört ebenfalls zur Gerätepflege bei den benzinbetriebenen Motorsensen. Mindestens einmal pro Jahr sollten die Kerzen gereinigt werden.

Hierfür eignet sich eine Drahtbürste optimal oder als mögliche Alternative: Sandpapier. Beim Reinigen am besten gleich den richtigen Elektrodenabstand überprüfen. Normalerweise liegt er bei 0,7 mm. Ist er größer bzw. kleiner, noch einmal vorsichtig Nachjustieren.

Die Motoren in Sense und Co. müssen eine hohe Leistung vollbringen. Durch die Rotation der einzelnen Teile entsteht Wärme, welche wiederum für die Verdrängung der bereits enthaltenen Schmiermittel sorgt. Am besten prüfen, ob der Hersteller eine regelmäßige Kontrolle der Teile und das Schmieren empfiehlt. Falls ja, sollte der Winkelgetriebekopf ca. nach 15 Betriebsstunden geschmiert werden. Genaue Hersteller spezifische Informationen lassen sich in der Bedienungsanleitung lesen.

Im Winter ruht die Gartenarbeit und die Geräte werden nicht gebraucht. Was passiert mit Motorsense und Co.? Auch sie sollten für den Winterschlaf vorbereitet werden. Um Frostschäden an den empfindlichen Materialien zu vermeiden, ist die Aufbewahrung bei Temperaturen über 0° empfehlenswert.

Wer ein benzinbetriebenes Gerät nutzt, sollte den Kraftstoff für die Überwinterung aus dem Tank entfernen. Das verhindert verstopfte Schläuche und Filter, da das Kraftstoffgemisch durch längere Lagerung an Qualität verlieren kann.

Akkus sollten ebenfalls entfernt und trocken bei Zimmertemperatur gelagert werden. Dabei sollte der Akku nicht zu 100% geladen sein, da ein hoher Ladestand den Akku unnötig belastet. Empfehlenswert ist ein Ladestand zwischen etwa 40% und 60% für das Einlagern.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © goodmoments
  • Abbildung 2: adobe.com © eлена-Швецова
  • Abbildung 3: adobe.com © dero2084