Das Wasser hat für den Menschen seit jeher eine hohe Bedeutung. Galten stehende Gewässer früher als elementar überlebenswichtig, werden sie heute auch als Zierde für das eigene Refugium und als Ort der Stille wahrgenommen. Im Folgenden nun ein Überblick über gängige Teicharten und was bei der Planung dieser zu beachten ist.

Eine der ersten bekannten Hochkulturen der Welt wusste bereits um die Bedeutung des Wassers. Schon die alten Ägypter begannen um 2.500 vor Christus damit, Wasser flächendeckend in großem Ausmaß aufzustauen, um ihre Felder zu bewässern. Das nasse Element war also Lebensgrundlage ihres Reiches, da nun mehrfach im Jahr geerntet werden konnte und die nachhaltige Ernährung der Bevölkerung gesichert war.

Gartenteich

Abbildung 1:
Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Ein Gartenteich bietet Lebensraum für vielfältige Pflanzen- und Tierarten.

Bis heute hat sich an der Bedeutung von Gewässern für die Menschheit und die Umwelt nicht viel geändert. Im Laufe der Zivilisation, begann man künstlich angelegte Stillgewässer zu errichten. So wie etwa Teiche, Weiher oder gar ganze Seen.

Der Teich gilt bis heute als historisch bedeutsame Entwicklung der Wasserbaukunst, da er die Speicherung von Trink- und Brauchwasser an von Natur aus wasserfernen Bereichen überhaupt erst ermöglichte. Das Anlegen eines Teiches zur stetigen Wasserversorgung bescherte zudem Nahrung in Form von Fischen, Krebsen und Muscheln.

In den vergangenen Jahren hat der Teich in deutschen Gärten ein Comeback erlebt. Er gilt nicht länger als Nutzgewässer, in dem Fische gezüchtet oder zu technischen Zwecken Aufstauungen vorgenommen werden. Auch Löschwasser muss er nicht länger bereitstellen. Er kehrt als Schmuckkästchen zurück.

Als Belebung von Gärten, als Stilelement in Parks oder Wasserhindernis auf dem Golfplatz. Der Teich, der sich per Definition von Weiher oder Tümpel durch einen Zu- oder Abfluss unterscheidet, ist jetzt ein Zierteich, der selbst in kleinsten Gärten mehr und mehr zum optischen i-Tüpfelchen wird.

Teich in Wohnanlage

Abbildung 2:
Der Teich erlebt ein Comeback in Gärten, Parks und Wohnanlagen. Vor allem Zierteiche sind als Stilelement beliebt.

Mutmaßlich durch asiatische Philosophien beeinflusst, erfährt der Gartenteich seine Renaissance als winziges Naherholungsgebiet und wartet mittlerweile vielerorts zusätzlich mit kleinem Bachlauf oder gar einem Springbrunnen auf. Dem asiatischen Einfluss entsprechend zieren ihn nun öfter auch in bunten Farben schillernde Kois anstatt der herkömmlichen Goldfische.

Je nach Größe und Wasserqualität bietet ein Teich aber auch Lebensraum für Karpfen, Rotfedern, Forellen, Störe oder Saiblinge. See- und Wasserrosen, Binsen, Sumpfdotterblumen, Rohrkolben oder dekorative Schilfarten runden das Ökosystem Teich ab.

Sie bescheren dem Garten- und Teichliebhaber zudem die Präsenz von Libellen, Schmetterlingen, Wasserschnecken und Wasserläufern. Je nach Beschaffenheit des Ufers, des Bodens sowie der Tiefe und Temperatur des Gewässers bildet sich ein hochkomplexes Ökosystem, das es zum langfristigen Erhalt des Schmuckkästchens im eigenen Garten im Gleichgewicht zu halten gilt.

Wichtig ist aber auch das Drumherum. Ein gepflegte Rasenfläche um den Gartenteich verschönert das gesamte Erscheinungsbild und wertet den Teich zusätzlich auf. Hier sollte regelmässig ein Rasenmäher zum Einsatz kommen, so dass der Rasen kurz und gepflegt erscheint. Je nach Größe der Rasenfläche und äußeren Gegebenheiten (Stromanschluss vorhanden?) bieten sich folgende Arten von Rasenmähern an:

  • Akkumäher eignen sich vor allem dann, wenn kein Stromanschluss verfügbar ist und die Rasenfläche nicht zu gross ist.
  • Benzinmäher sind für größere Rasenflächen die beste Lösung.
  • Elektromäher werden bei kleineren bis mittleren Rasenflächen eingesetzt, sofern ein Stromanschluss in der Nähe ist.
  • Mähroboter erfordern etwas Vorbereitung (Abgrenzen der Rasenfläche und Gartenteiches mit Begrenzungsdraht), erledigen aber dann ihre Aufgabe weitestgehend autonom.

Je nach eigenem Gusto und natürlich auch dem Arbeitsaufwand, der in das eigene Feuchtbiotop investiert werden soll, bieten sich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Naturteich bietet, wie der Namen schon sagt, der Natur die Möglichkeit sich relativ frei zu entfalten. Hier wird das aus organischem oder mineralischem Material entstehende Sediment nicht entfernt und quasi der natürliche Alterungsprozess des Bodens, der somit beständig nach oben „wächst“ zugelassen.

Naturteich

Abbildung 3:
Naturteiche ermöglichen der Natur einen freien Entfaltungsprozess. Das Wasser eines Naturteiches ist i.d.R. trüb.

Ob Blütenstaub, Laub, Algen oder sonstige Biomasse, das Wasser des Naturteich gilt in aller Regel als milchig, verliert von Jahr zu Jahr weiter an Klarheit und verlandet zunehmend. Je kleiner der Teich, desto früher muss auch hier irgendwann entschlammt werden.

Der Zierteich richtet sein Hauptaugenmerk auf die Blütenpracht am Ufer und den Bewuchs der Teichfläche durch beispielsweise Seerosen. Sein Vorteil ist die geringe Tiefe, die benötigt wird. Ab etwa 30 Zentimetern Wassertiefe überwintern selbst Seerosen problemlos. Ufernahe Vegetation profitiert vom flachen Gewässerstand.

Zierteich

Abbildung 4:
Zierteiche zeichnen sich durch eine bunte Blütenpracht am Ufer und auf dem Wasser aus. Dabei wird nur eine relativ geringe Wassertiefe benötigt.

Knapp 20 Zentimeter über dem Wasserspiegel blühen Sumpfprimeln, Sumpfdotterblumen, Rosenprimeln und Wasserähren. Dank der deutlich geringer ausfallenden Erdarbeiten ist der Zierteich vergleichsweise preisgünstig und lässt so vielleicht noch etwas Budget für einen hübschen Bachlauf.

Der Schwimmteich als Urlaubslandschaft im eigenen Garten ist ein absoluter Hingucker. Hier vereinen sich Wellness-Aspekte zur Steigerung der eigenen Lebensqualität mit naturnahem Ambiente zum kleinen Badeweiher. Wer etwa 1,3 Meter Tiefe für seinen Privatsee einplant, hat auch bei geringerer Länge des Schwimmteichs Freude am Planschen und Schwimmen.

Allerdings sollte der Teich auch gute zehn Meter lang sein, wenn darin wirklich geschwommen werden soll. Eine Variante zum Abkühlen nach der Sauna verschlingt da weniger Platz und kann ebenfalls sehr reizvoll sein. Für ein gemütliches Sitzen im Teich bei Hitze im Hochsommer sind keine enormen Längen und Tiefen nötig, ein naturnahes Profil mit unterschiedlichen Tiefenabstufungen reicht da schon aus.

Schwimmteich

Abbildung 5:
Wer wünscht sich an heißen Sommertag nicht ein Schwimmbad vor der Tür? Ein Schwimmteich ist Hingucker und Wellness-Oase zugleich und bietet Erholung vor der eigenen Haustür.

Aufgrund des Körpergewichts, das man beim Stehen im Teich auf die am Boden ausgelegte Teichfolie bringt, ist die Qualität der Folie entscheidend. Eine Reparatur der Folie ist immer teurer und aufwendiger als sich zuvor für angemessene Qualität zu entscheiden.

Für viele Teichfans ist das eigene Biotop ohne Fische kein richtiges Biotop. Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Fischteich ist eine gründliche Planung. Zu bedenken ist, dass Fische jedes Jahr wachsen, sich unkontrolliert vermehren und somit zunehmende Anforderungen an die einzubauende Filtertechnik stellen.

Welche Fische möchte ich in meinem Teich? Das ist dabei die grundlegende Frage. Je größer die gewünschten Fische, desto mehr Wasservolumen und Tiefe sind nötig, um den Fischen einen artgerechten Lebensraum bereitzustellen.

Das Überwintern ist die kritischste Phase für das Überleben Ihres Besatzes. Sie benötigen daher ausreichende Wassertiefe, damit das Wasser am Grund nicht zu Eis gefriert und die Fische nicht sterben. Auch im Sommer ist genügend Tiefe wichtig, da viele Arten empfindlich auf zu warmes Wasser reagieren.

Fischteich

Abbildung 6:
Ein Fischteich bedarf besonderer Planung hinsichtlich Wassertiefe und eingesetzter Filtertechnik. Vor allem Goldfische und Kois sind beliebte Bewohner dieser Teichart.
Die Kanten der umrandende Grasflächen sollten mit einem Trimmer (empfehlenswert: ein kabelloser Akku-Rasentrimmer) bearbeitet werden.

Am pflegeleichtesten sind hier Goldfische, die bei geringem Besatz und normalen Witterungsverhältnissen auch ohne Stabilisierung auskommen. Bereits die artverwandten Japaner unserer gewöhnlichen Karpfen, die Kois, benötigen schon tieferes Gewässer von etwa 1,5 Metern sowie eine Pumpe zur Belüftung und um den Teich im Winter zumindest in Teilbereichen eisfrei zu halten.

Zusätzlich empfiehlt sich ein Filtergraben, um Stickstoff aus dem Futter sowie Sediment aus dem Wasser zu filtern. Ein stabiler Teich für größere Fische, wie Störe, sollte eine ebene Teichsohle von mindestens 40 Quadratmetern aufweisen. Forellen oder Saiblinge benötigen sehr sauberes Wasser bei niedrigen Temperaturen und sind ohne Zu- und Ablauf im Teich nicht artgerecht zu halten.

Es gilt vor allem folgende Aspekte zu beachten:

  • Wassertiefe,
  • Filtertechnik,
  • Qualität der Teichfolie,
  • Besatzmenge und die
  • Verschlammung des Wassers.

Allen Teichvarianten, ob Fisch- oder reiner Zierteich, ist ein Problem gemeinsam: Der Kampf gegen die sogenannte „Algenpest“, also die Massenvermehrung von Algen, die speziell in den Sommermonaten Blüten austreiben, die beim Absterben samt der auch optisch unansehnlichen Algenfäden den Sauerstoffgehalt des Wassers rapide senken.

Dadurch werden sowohl möglicherweise vorhandene Fische, als auch die Vegetation stark in Mitleidenschaft gezogen. Das kann bis zum Umkippen des gesamten Ökosystems führen. Oft zählen banale Fehler zu den Hauptursachen, die sich leicht vermeiden lassen.

Bei Teichen mit Fischbesatz, gerade wenn sich teure Kois im Wasser tummeln, ist es unerlässlich Vorkehrungen zum Schutz des Teichs zu treffen. Vögel, wie Reiher, Kormorane oder auch die gemeine Hauskatze können dem Bestand der Fische in Windeseile gnadenlos zusetzen.

Es lässt sich festhalten, dass eine gute Planung vor der Umsetzung des eigenen Gartenteichs unabdingbar ist.


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