Das Auto mit dem Hochdruckreiniger waschen: So geht's richtig

Nicht jeder Autofahrer möchte oder kann eine Waschanlage nutzen. Stattdessen greifen sie selbst zu Wasser und Schwamm. Mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen – nicht überall ist es tatsächlich gestattet. Wie Felgen und Lack optimal gepflegt werden und was es dabei zu beachten gibt, zeigen die folgenden Pflegetipps.

Felgenwäsche
Abbildung 1: Verschmutzte Autofelgen lassen sich komfortabel mit dem Hochdruckreiniger säubern. Jedoch sollte der Wasserstrahl nicht zu hoch konzentriert sein und niemals direkt auf die Reifen gerichtet werden, um mögliche Beschädigungen zu vermeiden.

Vor allem an Felgen sammeln sich Schmutz und ölige Rückstände. Nicht immer ist es ganz leicht, nur mit Wasser und einem Lappen an die verwinkelten Stellen zu gelangen. Besser funktioniert die Reinigung i.d.R. mit entsprechendem Wasserdruck. Der gezielte Wasserstrahl sorgt dafür, dass sich sämtliche Rückstände ohne großen Kraftaufwand beseitigen lassen. Den Hochdruckreiniger zum Autowaschen einsetzen – dabei ist die richtige Temperatur entscheidend.

Der Wasserstrahl sollte niemals über 60° Temperatur haben, da sonst Beschädigungen am Felgenmaterial und den umliegenden Anbauteilen (vor allem Gummierungen) entstehen können.

Weitere nützliche Hilfsmittel bei der Reinigung der Felgen sind:

  • Schwamm
  • Felgenreiniger
  • Mikrofasertuch
  • kleine Waschbürste

Sind die Felgen noch am Fahrzeug montiert, ist nur die Außenreinigung möglich. Allerdings empfiehlt es sich, nach dem Räderwechsel auch die Innenseiten vom Schmutz zu befreien. Damit sind die Sommerfelgen beispielsweise optimal für den Winterschlaf vorbereitet.

Mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen – ist das nur an offiziellen Waschplätzen möglich oder auch im privaten Rahmen? Wer die Karosserie und die Reifen auf seinem privaten Grundstück mit Wasser und Autoshampoo säubern möchte, muss auf die lokalen rechtlichen Grundlagen achten.

Das Waschen auf dem Privatgrundstück ist nicht pauschal überall verboten, allerdings kann es unter Auflagen eingeschränkt sein. Kann das Abwasser in die Kanalisation gelangen, ist die Autowäsche auf dem eigenen Grundstück gar nicht oder nur mit strengen Auflagen möglich. Besteht nicht die Option, dass das Wasser der Fahrzeugwäsche in die Kanalisation gelangt, ist die Wäsche erlaubt.

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Wer mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen möchte, sollte, falls nicht bereits untersagt, einiges zusätzlich beachten:

  • keine Motorwäsche auf dem eigenen Grundstück
  • keine chemischen Reinigungsmittel, sondern nur klares Wasser und Schwamm sind erlaubt
  • in Wasserschutzgebieten darf gar keine Autowäsche auf dem Privatgrundstück stattfinden

Was passiert, wenn das Fahrzeug auf einem öffentlichen Grundstück, beispielsweise auf der Straße vor dem Haus, gewaschen wird? Auch hier gelten strenge kommunale Vorgaben. Außerdem gilt die Straßenverkehrsordnung. Darin ist klar definiert, dass Verschmutzungen oder die Benetzung öffentlicher Straßen verboten sind.

Tipp: Wer mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen möchte, findet viele lokale öffentliche Waschplätze. Häufig sind sie sogar an Waschstraßen angeschlossen, sodass jeder seine individuelle Fahrzeugpflege betreiben kann.

Wie werden Scheiben und die einzelnen Winkel der Karosserie optimal mit dem Hochdruckreiniger gesäubert? Es gibt zu den Geräten zahlreiche Aufsätze und Zubehörteile, mit denen das Reinigungsvorhaben noch leichter möglich ist.

Das Gros der Hochdruckreiniger für den heimischen Gebrauch ist kompakt und hat eine Leistung von etwa:

  • min. ca. 100 bar
  • max. ca. 180 bar

Eine individuelle Druckeinstellung ist wichtig, um die einzelnen Fahrzeugteile nicht zu beschädigen. Ein zu hoher Druck kann beispielsweise Dellen oder andere Spuren in der Karosserie hinterlassen. Gleiches gilt auch für empfindliche Kunststoff oder Glasteile am Fahrzeug. Deshalb unbedingt zunächst mit einer niedrigen Druckeinstellung beginnen und, falls notwendig, langsam steigern.

Um mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen zu können, helfen verschiedene Zubehörartikel. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Düsen für verschiedene Strahleinstellungen
  • Bürstenaufsatz
  • Schaumlanze

Lassen sich die Düsen unterschiedlich regulieren, können selbst hartnäckige Flecken und Rückstände entfernt werden. Ähnlich einer Dreckfräse entfernt ein punktueller Wasserstrahl auch hartnäckige Verschmutzungen auf kleiner Fläche. Soll das Fahrzeug großflächiger von Rückständen befreit werden, ist eine breitere Düseneinstellung empfehlenswert.

Um Autoshampoo möglichst schonend und rasch aufzubringen, empfiehlt sich der Bürstenaufsatz. Hierfür eine weiche Bürstenqualität wählen, um den Lack nicht zusätzlich zu beanspruchen. Mithilfe des Bürstenaufsatzes wird Wasser gleichzeitig mit Schaum auf das Fahrzeug aufgebracht. Der Vorteil: Durch den Wasserfluss wird nur wenig Shampoo benötigt, was zur Kostenersparnis und höherer Effizienz führt.

Die Schaumlanze wird auch in professionellen Autowaschstraßen angewandt. Sie sorgt dafür, dass das gesamte Fahrzeug mit einer feinen Schaumschicht überzogen wird. Die Lanze ist dann ideal, wenn das Fahrzeug komplett von außen verschmutzt ist und mit Schaum gereinigt werden soll.

Schaumlanze
Abbildung 3: Bei der Vorbehandlung mit der Schaumlanze wird das komplette Fahrzeug mit Schaum eingeseift, so dass sich im nächsten Arbeitsgang Dreck und Schmutz leichter entfernen lassen.

Geht es um die adäquate Reinigung, sind nicht nur die Zubehörteile entscheidend. Auch das richtige Reinigungsmittel sollte vorhanden sein. Für die Karosserie ist ein multifunktionales Autoshampoo empfehlenswert. Es kombiniert viele Pflege- und Inhaltsstoffe und ist ein wahrer Allrounder. Aufgetragen mit der Waschbürste werden auch hartnäckige Rückstände entfernt.

Zur Reinigung der Felgen ist eine Rundbürste für den Hochdruckreiniger besonders geeignet. Damit können auch die hintersten Ecken der Felgen optimal erreicht werden.

Für die Wäsche des Unterbodens ist die Hochdrucklanze empfehlenswert - ideal, um punktuelle Rückstände kraftvoll zu entfernen.

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Wie wird die Autowäsche möglichst effizient vorgenommen?

Wer diese vier Schritte beachtet, bekommt am Ende ein gutes Reinigungsergebnis:

  1. Auto vorwaschen
  2. Autoshampoo auftragen und einwirken lassen
  3. Bürste zum Einsatz bringen
  4. Auto abspülen

Die Vorwäsche ist auch beim weniger verschmutzten Auto unerlässlich. Müssen keine hartnäckigen Rückstände entfernt werden, reicht klares Wasser aus, um den groben Staub zu waschen. Die erste Wäsche erfolgt am besten mit dem Hochdruckreiniger und einem Abstand von ca. 50 cm bis maximal 1 Meter.

Wichtig dabei: Auf einen möglichst geringen Druck achten und eine Schutzbrille tragen. Gerade bei der ersten Wäsche können grobe Verschmutzungen aufgewirbelt werden und im schlimmsten Fall in die Augen geraten.

Das Shampoo hilft dabei, den Lack zu pflegen und alle Rückstände zu befreien. Doch die richtige Auftragetechnik ist entscheidend. Zunächst wird von oben angefangen:

  1. Autodach
  2. Scheiben
  3. Motorhaube
  4. Kofferraum
  5. Seiten

Zum Schluss kommen Unterboden und Felgen an die Reihe.

Autowäsche
Abbildung 2: Um den Autolack nicht zu zerkratzen, sollte man eine Bürste mit weichen Borsten für die großflächige Reinigung verwenden.

Wichtig beim Schaum: Er sollte die richtige Konsistenz haben und nicht zu dünnflüssig sein. Am besten auf der Schaumflasche das optimale Mischverhältnis mit Wasser nachlesen und anwenden. Ist der Schaum zu flüssig, läuft er sofort von der Oberfläche und kann seine Reinigungsleistung nur bedingt erfüllen.

Das Abspülen des Fahrzeuges bildet den Abschluss. Mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen funktioniert mit der Dreckfräse (dem feinen Wasserstrahl) besonders gut.

Aber Vorsicht, die Reihenfolge ist auch hier wichtig. Beginnend vom Dach wird das Fahrzeug bis zu den Felgen mit klarem Wasser abgespült. Der Schaum sollte vor allem aus den besonders wichtigen Elementen (Kofferraum, Motorhaube und Türen) gut entfernt werden.

Nach dem Abwaschen ist die Trocknung ebenfalls notwendig. Wer das Fahrzeug in der Sonne trocknen lässt, hat am Ende womöglich unschöne Rückstände. Scheiben und Dichtungen am besten mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen und auf Hochglanz bringen.

Tipp: Mit dem Hochdruckreiniger das Auto waschen – bei kalten oder frostigen Temperaturen keine gute Idee. Die Wäsche im Freien sollte nur bei wärmeren Temperaturen im mindestens höheren einstelligen Bereich erfolgen. Gefrieren Wasserrückstände nach der Wäsche, kann das vor allem für Türdichtungen oder die Funktionalität (im Motorraum) Konsequenzen haben.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © milan
  • Abbildung 2: adobe.com © alexanderuhrin
  • Abbildung 3: adobe.com © kirill-gorlov