Worum es geht
Beim Heckenschneiden passieren viele Unfälle durch Routinefehler und fehlenden Basisschutz. Mit passender Schutzausrüstung reduzieren Sie das Risiko für Augen, Hände, Füße und Gehör deutlich und arbeiten zugleich ruhiger und kontrollierter.
Schnellstart in 5 Punkten
- Schutzbrille und feste Handschuhe vor Arbeitsbeginn anlegen.
- Rutschfeste, geschlossene Schuhe tragen und Stolperstellen im Bereich entfernen.
- Bei längeren Einsätzen oder lauten Geräten Gehörschutz konsequent nutzen.
- Körpernah sitzende Kleidung tragen und Schmuck oder lose Teile vermeiden.
- Arbeitsbereich absichern und Abstand zu Personen, Kindern und Tieren halten.
Grundlagen und Praxis
Schutzausrüstung wirkt nur dann, wenn sie zur Tätigkeit passt und konsequent getragen wird. Beim Heckenschneiden sind vor allem Augenverletzungen durch Partikel, Schnittverletzungen im Handbereich sowie Rutsch- und Stolperrisiken relevant.
In der Praxis hilft eine einfache Reihenfolge:
- Vorbereiten: Schutzbrille, Handschuhe und festes Schuhwerk vor Arbeitsbeginn anlegen. So starten Sie nicht mit ungeschützten Handgriffen in die ersten Minuten.
- Anpassen: Ausrüstung auf Sitz und Bewegungsfreiheit prüfen, damit nichts verrutscht oder einschränkt. Ein guter Sitz verbessert Kontrolle und reduziert Fehlbewegungen.
- Absichern: Arbeitsbereich freihalten, lose Äste und Hindernisse entfernen. Das senkt Stolperrisiko und verhindert hektische Ausweichbewegungen.
- Durchziehen: Schutz nicht "nur kurz" ablegen, auch bei kleinen Nachschnitten. Gerade bei kurzen Korrekturen passieren viele vermeidbare Unfälle.
Zusätzlich sind folgende Massnahmen sinnvoll:
- Bei längeren Einsätzen Gehörschutz einplanen, um Dauerbelastung zu reduzieren und Konzentrationsfehler vorzubeugen.
- Keine weiten Ärmel oder lose Kleidung tragen, die sich in Ästen oder am Gerät verfangen kann und den Bewegungsablauf stört.
- Bei feuchtem Untergrund besonders auf rutschfesten Stand achten und die Position häufiger kontrollieren.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Schutzbrille weglassen: Schon kleine Partikel können Augenverletzungen verursachen. Eine passende Brille sollte Standard sein, auch bei kurzen Nacharbeiten.
- Ungeeignete Schuhe tragen: Glatte Sohlen und offene Schuhe erhöhen das Risiko auf feuchtem Untergrund deutlich. Rutschfeste, geschlossene Schuhe geben spürbar mehr Stabilität.
- Handschuhe nur optional sehen: Handschuhe verbessern Griff und schützen bei Kontakt mit Zweigen und Schmutz. Dadurch bleibt die Geräteführung auch bei längeren Einsätzen konstanter.
- Gehörschutz unterschätzen: Bei längeren Einsätzen summiert sich die Lärmbelastung schneller als erwartet. Konsequenter Schutz hilft, Ermüdung und Stressreaktionen zu verringern.
- Bereich nicht absichern: Unklare Arbeitszonen erhöhen das Risiko für andere Personen in der Nähe. Markieren Sie den Bereich klar und halten Sie konsequent Abstand.
FAQ
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Welche Schutzausrüstung ist die Mindestbasis?
Schutzbrille, Handschuhe und rutschfeste, geschlossene Schuhe sollten beim Heckenschneiden immer dabei sein. -
Wann ist Gehörschutz besonders wichtig?
Bei längeren Einsätzen oder wenn Sie regelmäßig mit hoher Geräuschbelastung arbeiten. -
Warum reicht „vorsichtig sein“ allein nicht aus?
Weil viele Verletzungen durch kleine Routinefehler passieren, die durch passende Schutzausrüstung deutlich abgefedert werden.
Quellen und weiterführende Infos
- www.svlfg.de: Fachartikel "Arbeitshandschuhe - Auf die Schutzstufe kommt es an"
- www.baua.de: "Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)" (Informationsseite)
- das-sichere-haus.de: Sichere Gartenarbeit mit Handschuhen, Schutzbrille und Gehörschutz
- das-sichere-haus.de: "Kauf und Einsatz von Gartengeräten und Maschinen" (Sicherheit bei Gartenarbeit)