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Ein Hochdruckreiniger kann groben Schmutz am Auto lösen. Entscheidend sind aber ein zulässiger Waschplatz, die Fahrzeug- und Geräteanleitung sowie die passende Düse. Verwenden Sie keinen Dreckfräser am Auto und behandeln Sie einen genannten Mindestabstand nicht als Garantie gegen Schäden.
Zuerst den Waschplatz klären
Autowäsche auf dem eigenen Grundstück ist nicht überall zulässig. Auch ohne Shampoo können Öl, Kraftstoffreste und andere Verunreinigungen ins Wasser gelangen. Das Umweltbundesamt rät zur Waschanlage beziehungsweise einem geeigneten Waschplatz; auf unbefestigtem Boden sollte nicht gewaschen werden. Welche Bedingungen örtlich gelten, klären Sie mit Gemeinde oder zuständiger Wasserbehörde.
Ein versiegelter Hof mit einem Gully ist kein ausreichender Nachweis für einen geeigneten Platz. Entscheidend ist auch, wohin das Schmutzwasser gelangt und ob die erforderliche Behandlung vorhanden ist. Im Zweifel ist eine dafür eingerichtete SB-Waschbox die praktikable Lösung; dort gelten deren Betriebsregeln.
Was verträgt den Strahl nicht?
Prüfen Sie vorab Lackschäden, lose Anbauteile, Dichtungen und Folierungen. Richten Sie den Strahl nicht konzentriert auf empfindliche Stellen, elektrische Komponenten oder beschädigten Lack. Für Cabrioverdecke, Kameras, Sensoren und nachgerüstete Teile sind die jeweiligen Fahrzeugvorgaben wichtig. Motorwäsche gehört nicht in diese Anleitung.
Die Originalanleitung des Kärcher K 4 Classic verlangt für lackierte Oberflächen mindestens 30 cm Abstand und verbietet den Dreckfräser unter anderem für Fahrzeugreifen und Lack. Das ist eine modellbezogene Untergrenze, keine allgemeine Empfehlung, jedes Auto aus genau 30 cm zu reinigen. Beginnen Sie mit größerem Abstand und beachten Sie strengere Fahrzeugvorgaben.
Gerät, Düse und Reinigungsmittel vorbereiten
Verwenden Sie eine für die Fahrzeugreinigung freigegebene Flachstrahldüse und eine passende Druckeinstellung. Punktstrahl und rotierende Fräsdüse sind hierfür nicht geeignet. Halten Sie die Lanze mit sicherem Stand und richten Sie sie niemals auf Menschen oder Tiere.
Wählen Sie ein für Fahrzeug und Gerät geeignetes Mittel und halten Sie Dosierung sowie Einwirkzeit ein. Ein Schaumbild allein belegt keine bessere Reinigung. Ob eine Waschbürste am Lack eingesetzt werden darf, entscheidet deren Eignung; in einer verschmutzten Bürste haftende Körner können Kratzer verursachen.
Auch die zulässige Zulauftemperatur ist gerätespezifisch. Beim hier geprüften K 4 Classic sind maximal 40 °C angegeben. Eine pauschale Empfehlung, beliebige Geräte mit 60 °C warmem Wasser zu versorgen, wäre falsch. Ein Hochdruckreiniger-Vergleich ersetzt diese Anschlussprüfung nicht.
Vier Schritte am geeigneten Waschplatz
- Vorbereiten: Fahrzeug nach Anleitung abstellen, Fenster schließen, empfindliche Stellen prüfen und Zubehör anschließen. Nicht auf heißem Lack oder in praller Sonne arbeiten.
- Groben Schmutz lösen: Mit passender Einstellung, größerem Abstand und gleichmäßiger Bewegung abspülen. Nicht auf einer Stelle verharren; Reifen und beschädigte Bereiche besonders vorsichtig behandeln.
- Reinigen: Geeignetes Mittel nach Vorgaben auftragen, nicht antrocknen lassen. Für verbleibenden Schmutz nur saubere, geeignete Waschutensilien verwenden; mehr Druck ist keine universelle Lösung.
- Abspülen und abschließen: Rückstände gründlich entfernen. Bei Bedarf mit einem sauberen, geeigneten Tuch trocknen. Gerät nach Anleitung abschalten und drucklos machen, bevor Sie Verbindungen lösen.
Fazit
Erst Waschplatz und Freigaben klären, dann mit geeigneter Düse und Abstand arbeiten. Für empfindlichen Lack oder unklare Grundstücksentwässerung ist eine professionelle beziehungsweise zugelassene Wascheinrichtung die bessere Ausgangsbasis.
Quellen (3)
- Umweltbundesamt: Autowäsche besser in der Waschanlage
- Kärcher: Auto waschen
- Kärcher K 4 Classic: Original-Betriebsanleitung, deutsche Seiten 5 bis 9, Düse und Abstand (Seite 7), Zulauftemperatur (Seite 8).
Bildnachweise:
- Abbildung 1: adobe.com © milan
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